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Über uns:

Alfred und Claudia Foerderer, wir sind seit über 20 Jahren fasziniert von der Welt der Edelsteine und mehr und möchten Sie mit diesem Blog dieselbe Begeisterung spüren lassen.

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Was hat der Feldspat mit Edelsteinen zu tun?

Feldspat (ein Silikat) ist der Überbegriff einer Gruppe häufig vorkommender Mineralien. Neben dem Quarz sind die Feldspäte z.B. Hauptbestandteile des Granits. Feldspat erhielt seinen Namen um 1750 aufgrund seiner guten Spaltbarkeit (Spat), der Zusatz „Feld“ ist nicht eindeutig geklärt, er stammt entweder von Fels, da Feldspat Bestandteil vieler Gesteine ist (60% der Erdkruste) oder von Feld, da er auf jedem Feld zu finden ist.

Mondstein

Hier die wichtigsten Feldspatvertreter:

K   =  Kalium –  Feldspäte   (Orthoklas, Mikrolin, Sanidin)

Na =  Natrium – Feldspäte  (Albit)

Ca =  Calcium – Feldspäte  (Anorthit)

Ba =  Barium –  Feldspäte   (Celsian, Paracelsian)

Einer der wohl bekanntesten Vertreter der Feldspatgruppe ist der Mondstein

der als beliebter Schmuck und Heilstein Verwendung findet. Er bildet keine Kristalle aus, sondern erscheint in Form massiger Aggregate und derber Spaltstücke. Mondstein ist farblos, gelblich, grünlich, bräunlich mit weiß-bläulich wogendem Lichtschein (adularisieren), der an der feinen Lamellenstruktur der entmischten Feldspäte entsteht. Bedeutende Mondsteinvorkommen haben Sri-Lanka und Indien, aber auch aus den Alpen (Zillertal) kommen vereinzelt Steine die keinen Vergleich scheuen müssen.

Heilwirkung nach  M. Gienger

Mondstein fördert Einfühlungsvermögen und Intuition bis hin zur Medialität und Hellsichtigkeit. Er verbessert die Lichtwahrnehmung, die Traumerinnerung, bringt Gefühlstiefe und lindert Mondsüchtigkeit. Körperlich regt Mondstein die Zirbeldrüse an und ermöglicht so die bessere  Abstimmung der Hormonzyklen auf die Rhythmen der Natur (Mondphasen). Auf diese Weise fördert er die Fruchtbarkeit der Frau und hilft bei Menstruationsbeschwerden und Hormonumstellungen nach der Geburt sowie im Klimakterium. Continue reading

Echte Perlen     Zuchtperlen     Imitationen

Barockperle

Wie entsteht eine echte Perle?

Eine echte Perle ist ein Zufallsprodukt das durch Abkapselung eines Fremdkörpers entstanden ist. Die Muschel isoliert den Fremdkörper und überzieht ihn mit Perlmutt. Die Form der dabei entstehenden Perle ist identisch mit der des Fremdkörpers.  Die Idealform wäre ein perfektes rund, aber auch die Tropfenform (Form einer Birne),  Barockform (eine sehr unregelmäßige Form), Kropfperle (sehr kleine Perle), Saatperle (Durchmesser 1 -2 mm) oder die Boutonperle (eine flache runde Perle ähnlich einem Knopf), erfreuen sich großer Beliebtheit. Ein wesentlicher Bestandteil für die Wertermittlung einer Perle ist der Lüster, der Lüster entsteht durch Interferenz- und Beugungserscheinungen des Lichtes an Aragonitplättchen. Je dicker die aufgewachsene Schicht, feingliedriger und regelmäßiger die Kristallbildung umso besser wird der Lüster.

In vielen Kulturen hatte und hat die Perle einen tiefen Symbolcharakter. So stehen Perlen in China für Reichtum, Weisheit und Würde, in Japan bedeuten sie Glück, in Indien für Kinderreichtum. In den arabischen Kulturen werden Frauen oder bestimmte Körperpartien wie z.B. Zähne oft mit Perlen verglichen. Die Perle galt darüber hinaus sowohl als Aphrodisiakum wie auch als Heilmittel gegen Melancholie und Wahnsinn. Sie ist auch ein Symbol für  die Tränen. Persönliche Anmerkung: es spielt keine Rolle für welche Perlenart sie sich entscheiden denn eine Perle verleiht ihrer Trägerin immer einen Hauch von würdevoller Eleganz.

Bei den echten Perlen unterscheidet man zwischen:

  • Meerwasserperlen, Vorkommen: Rotes Meer, Persischer Golf, Südsee, Cook´s Inseln u.a.
  • Süßwasserperlen, Vorkommen überwiegend in Flüssen. USA, Frankreich, Deutschland Österreich u.a.
  • Schneckenperlen, Vorkommen: Mittelamerika, Strombus Gigas liefert die Pinkfarbene Conch-Perle.
  • Abaloneperlen aus Ostasien und Mittelamerika, Haliotis -Seeohr. Continue reading

Der Diamant,

der Klassiker unter den Edelsteinen, Mineralien und Heilsteinen wird bereits in indischer Frühzeit erwähnt und ist eines der wissenschaftlich am besten erforschten Mineralien.  Er zählt zur Mineralklasse der natürlichen Elemente. Die erste Eigenschaft, die an ihm erkannt worden ist, war die Härte, daher bekam er auch seinen Namen (gr. adamas: der Unbezwingbare), seine Schleifhärte ist 140x so groß wie die von Korund (Saphir, Rubin). Allerdings ist die Härte des Diamanten auf den einzelnen Kristallflächen verschieden und nur deshalb kann man den Diamant mit Diamanten schleifen. Die optischen Effekte sind beim Diamant außerordentlich günstig, daher gilt er als der König der Edelsteine.

Im Idealfall ist er klar und farblos bis gelblich, was dann im Diamantenhandel in präzise  Farbgraduierungen eingeteilt wird:

Hortensia Diamant

  • River- hochfeines Weiß bis hochfeines Weiß plus,
  • Wesselton- Weiß bis feines Weiß,
  • Crystal- getöntes Weiß, Cape- Gelblich und Yellow- Gelb.

Durch die in Spuren eingelagerten Fremdstoffe oder durch Störungen im Atomgitter die ein Farbzentrum bilden, können dann auch Phantasiefarben (Fancy Colors) entstehen. Stickstoff erzeugt gelbe Farben, Bor blaue und Mangan oder Nickelhaltige Beimengungen ergeben rosafarbene Steine. Als seltenste Naturfarbe gilt ein reines Orange ohne Braunanteile. Solche Liebhaber Steine erreichen dann auch Liebhaber Preise. Ein rosafarbener Stein mit 24,78 ct wurde im Jahr 2010 von Sotheby’s Genf für fast 34 Millionen € versteigert. Aber solche Steine sind und bleiben Ausnahmen. Kleinere Steine sind zwar ebenfalls selten aber noch bezahlbar. Falls sie planen sich solch einen Stein zuzulegen, dann bitte nur mit einem Zertifikat eines international anerkannten Prüflabors, wie z.B.  HRD, GIA, IGI oder DPL. Continue reading

Amethyst – Citrin – Ametrin

Alle drei Steine sind Vertreter aus der Gruppe der Quarze wobei die ersten beiden der Menschheit schon seit Jahrtausenden bekannt sind und der Ametrin ein richtiger Newcomer ist.

Amethyst

Der Amethyst ist der beliebteste Stein aus diesem Trio, ihm werden übernatürliche Kräfte nachgesagt: der Name stammt aus dem griechischen und bedeutet wahrscheinlich “nicht betrunken”. Besonders beliebt war er bei den Kirchenoberen, die ihn an einem Ring trugen, und wenn sie eingeladen wurden tauchten sie diesen  dann in das ihnen angebotene Getränk und  verfärbte sich der Stein, soll das Getränk vergiftet gewesen sein. Fast jeder Bischoff  trägt auch heute noch so einen Ring. Amethyst galt auch als Amulett gegen die Trunkenheit. Der biblische Moses beschrieb ihn als Sinnbild für Gottes Geist im Ornat des Jüdischen Hohepriesters. Einer der zwölf Edelsteine, die das Kleid des jüdischen Hohepriesters schmückten war ein Amethyst. Die russische Zarin Katharina die Große schickte seinetwegen tausende von Bergarbeitern in den Ural.

Die Farbe des Amethyst ist violett, blass – rotviolett.

Auch in Deutschland wurde der Amethyst über mehrere hundert Jahre abgebaut (Region um Idar-Oberstein) als die Vorräte versiegten sind im 18. Jahrhundert viele der damaligen Bergarbeiter nach Südbrasilien ausgewandert (Rio Grande do Sul), wo sie ähnliche Verhältnisse  wie in der alten Heimat vorfanden und nach ein paar Jahren wurden dann dort riesige Lagerstätten von Amethyst und Achat entdeckt die heute noch abgebaut werden. Die größten Amethystdrusen ( Geoden) können mehrere Meter groß und einige Tonnen schwer werden. Die größte hatte 10 x 5 x 2 m und sie enthielt über 70 Tonnen Amethyst. Die farbintensivsten Amethyste kommen aus Uruguay, weitere bedeutende Vorkommen besitzt Madagaskar. Auch aus den Alpen kommen gelegentlich schöne Funde. Continue reading

Quarz

Quarz ist ein Mineral mit der chemischen Zusammensetzung  Si O2 trigonaler Symmetrie und nach der Gruppe der Feldspäte das zweithäufigste Mineral der Erdkruste. Er bildet oft gut entwickelte Kristalle von großer Formenvielfalt (Varietäten) deren Kristallflächen Glasglanz aufweisen. Die größte mir bekannte Kristallgruppe steht im Kristallmuseum  von Riedenburg im Altmühltal und sie wiegt über 7,8 Tonnen.  Reiner natürlich gewachsener Quarz  ist  vollkommen transparent und farblos und bei  Ausbildung  von gut entwickelten Kristallen wird er auch Bergkristall genannt.

Der Name Bergkristall geht auf das griechische Wort “Krystallos = Eis” zurück, da Bergkristall nach antiker Vorstellung eine Art tiefgefrorenes Eis war, das nicht mehr auftauen konnte. Schon vor fünftausend  Jahren wurden im Alpenraum Bergkristalle als Werkzeuge und als Schmuck in Anspruch genommen. Auch für kostbare Vasen und Kultgegenstände wurden seit der Antike keine Mühen und Kosten gescheut um an die begehrten großen und reinen Kristalle zu kommen. Die Auftraggeber waren zumeist Kirchenobere oder Herrschaftshäuser.

Bergkristall

Der Steinschneiderfamilie der „Miseroni von Lisone“ ist hier besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Ihre Werke sind heute in vielen bedeutenden  Museen zu bewundern.

In der Industrie ist Quarz eines der wichtigsten Minerale und hat gleichermaßen als Baustoff wie als Rohstoff für die Keramik, Glas und Zementindustrie weltweite Bedeutung. Quarzsand ist der Rohstoff zur Gewinnung von Silizium. Seit alters her wird Quarz neben seinen farbigen Varietäten als Schmuckstein hoch geschätzt. Künstlich hergestellte Quarzkristalle wie Schwingquarze dienen als Taktgeber in elektronischen Schaltungen und Quarzuhren.

Quarz-Bergkristall Vorkommen gibt es weltweit, die Hauptlieferländer des klaren Quarzes sind Brasilien, Arkansas/USA, Madagaskar, Namibia und Russland. Continue reading

Das Mineralienreich

Eine Einführung in das Reich der Mineralien, dies soll keine wissenschaftliche Abhandlung werden sondern nur ein kleiner Überblick.

Schon zu Anbeginn seiner Tätigkeit auf dieser Erde nahm der Mensch die ihm von der Natur gebotenen Rohstoffe wahr und machte sich an ihre Nutzung. Von der unbelebten Natur schlugen ihn als erste Mineralien und Gesteine in Bann, die er nach einer primitiven

Kupfer (Elemente)

Bearbeitung als Werkzeuge nutzen konnte. Später, nachdem er dann die Bekanntschaft mit Metallen gemacht hatte (Gold, Kupfer, Zinn, Eisen usw.), begann er intensiv sämtliche Gesteine, in denen sie enthalten waren, zu suchen und zu untersuchen. Je nach Grad ihrer Kenntnis und Nutzung erhielten ganze Perioden ihren Namen, z.B. Bronzezeit, Eisenzeit.

Die Mineralogie (minera – Erz) ist eine Disziplin, die sich mit dem Studium der Mineralien befasst, mit ihrer Morphologie, Zusammensetzung, ihren physikalischen und chemischen Eigenschaften, nicht zuletzt auch mit ihren Entstehungsbedingungen.

Definition von Mineral:  Ein Mineral ist ein bezüglich seiner physikalischen und chemischen Beschaffenheit stofflich einheitlicher natürlicher Bestandteil der Erdrinde. Die meisten Minerale ordnen ihre Atome und Ionen in Raumgittern an, sind also kristallisiert.

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Black Opal – Die Mutter aller Edelsteine

Ein kleines Bonbon zum Thema Opale, in dem ausgesuchte, wunderschöne Schwarzopale zu sehen sind….

Der Opal

Es gibt kaum einen anderen Edelstein über denn man mehr schreiben könnte als über den Opal.

Die „ Alten“ aus dem Stamm der Adnyamathanha erzählen die schöne Geschichte von Mambi, der Taube mit den bronzefarbenen Flügeln:

Die Taube und ihr Feuerstock:

Die Taube Mambi warf einst einen Feuerstock weit hinauf in die Lüfte. In einem großen Bogen fiel er wieder zurück zur Erde und landete ganz in der Nähe von Coober Pedy. Krachend schlug der Stock auf dem Boden auf und zerbarst in tausend Stücke. Die Feuerfunken zerstieben in alle Richtungen und sanken ins Gestein, und aus jedem Funken wurde ein wunderbarer Opal.

Nach einer Erzählung aus „ Aboriginal Mythology“ von Mudrooroo Nyoongah, 1994.

Bei den Opalen, Name kommt aus dem Sanskrit „ Stein“ kann man drei Gruppen unterscheiden, die schillernden Edelopale, die gelbroten Feueropale und die weit verbreiteten “gemeinen Opale” ohne Farbenspiel.  Ihre physikalischen Eigenschaften unterliegen erheblichen Schwankungen.

Kristalle: amorph, nierig, traubige Aggregate. Chemie: SiO2   Opal besteht aus wasserhaltigem Siliciumdioxid.  Das besondere an diesen Edelsteinen ist ihr Opalisieren ein regenbogenartiger Schiller, der sich je nach Blickwinkel verändert. Die Ursache dafür kann man unter einem Elektronen-Mikroskop bei 20000facher Vergrößerung erkennen. Kleine Kugeln aus dem Mineral Cristobalit, in einer Kieselgelmasse eingelagert, bewirken  Reflexions -bzw.Interferenzerscheinungen.

Die Hauptvorkommen der Opale obwohl er in vielen Ländern vorkommt, ist Australien mit circa 95% der Weltproduktion. Nr.2 der Rangliste ist Mexiko mit seinen Edel- und Feueropalen dann folgen die USA, Brasilien, Honduras, Indonesien, Äthiopien, Mali und die klassischen Vorkommen aus der Slowakei, das noch vor 1920 zu Ungarn gehörte, daher ist der alte Begriff „ Ungarische Opale“ weit verbreitet. Continue reading

Der Alexandrit

Bildquelle: www.awesomegems.com - Alexandrit/Brasilien

gehört zu den begehrtesten Edelsteinen überhaupt. Bei Tageslicht ist er grün, abends bei Kunstlicht rot. Dickere Steine zeigen den Farbwechsel am besten. Der größte Stein mit 1876 ct wurde in Sri-Lanka gefunden, der größte geschliffene Alexandrit wiegt 66 ct und befindet sich im Smithsonian-Institut in Washington. Eine Rarität ist das Alexandrit-Katzenauge.

Der Alexandrit trägt seinen Namen nach dem russischen Zaren Alexander II, zu dessen Lieblingssteinen er wegen der Farben grün und rot zählte, die auch die Nationalflagge hatte.

Er wurde erst 1833 in den Smaragdminen des Takowaja-Tals im Ural/Russland endeckt. Man hielt ihn zunächst für Smaragd und erst im Kerzenlicht entdeckte man die Umfärbung. Die einstigen Lagerstätten des Urals sind erschöpft.

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Die Turmalin-Gruppe

 Name von „tura mali “, einem Wort aus dem singhalesischen, das von den alten ceylonesischen Handelsleuten verwendet wurde, um eine Auswahl unbekanntem Edelsteinmaterials zu charakterisieren.

Turmalin ist ein Borsilikat aus der Mineralklasse der Ring-Silikate mit einem äußerst komplexen chemischen Aufbau. Die verschiedenen Mineralarten der Turmalingruppe werden heute mineralogisch gemäß ihrer chemischen Zusammensetzung unterschieden.

Auf diese Weise werden derzeit zwölf Turmaline differenziert. Continue reading